Gamester spielt «PlayStation VR» – ein ganz neues Spielgefühl!

Es ist länger her, dass sich die Gamester.tv-Redaktion dermassen auf eine neue Peripherie für eine Spielkonsole gefreut hat. Und dies sei vorweg anzumerken: Die Freude hält an, «PlayStation VR» bietet tatsächlich ein neues Spielgefühl mit vielen tollen Erlebnissen.

Gegen das Erlebnis sträubt sich aber folgender Kritikpunkt: Einigen Redaktionsmitgliedern wurde beim Spielen von Games mit raschen Bewegungsänderungen wie «Battlezone» schlecht, so sehr, dass die Brille abgenommen werden musste.

Das heisst somit: Man sollte unbedingt vorher in einem Geschäft oder bei einer/m Bekannten testen, wie man das Ganze oder gewisse Games verträgt.

Auch der Preis ist ein Entscheidungskriterium: Für das Headset bezahlt Ihr knapp 500.- Schweizer Franken. Jedoch braucht Ihr zwingend die Sony «Camera» (75.- Schweizer Franken einzeln, nicht im Bundel) und für gewisse Spiele auch die «Move»-Controller (Twin-Pack kostet um die 100 Schweizer Franken). Die Games kosten von knapp 10 Schweizer Franken bis zu 75.- Schweizer Franken – kurzum: Kein günstiger Spass.
 

 
Schliesslich ist die Auflösung auch erkennbar schwächer 1920×1080 (960×1080 pro Auge). Dabei werden RGB-Stripes verwendet, dadurch ist die Pixelstrukutur schwieriger zu erkennen, unschöne Fliegengittereffekte können auftreten.

Doch genug der Misstöne, Sonys VR-Headset bietet auch technisch viel für den Preis. Latenz von nur 18ms, einen Blickwinkel von 100° und ein 360°-Erlebnis. Letzteres ist dank den neun Lichtpunkten an der VR-Brille möglich. Besonders toll: Die Social-Screen-Komponente. Die PlayStation 4 sendet zwei Ausgangssignale, sodass auch Gamerfreunde das Ganze Geschehen auf dem TV oder Beamer verfolgen können. Eine Spiele bringen auch die coole Komponente ein, dass der VR-Brillenträger etwas anderes sieht als die Leute, die auf den TV oder Beamer schauen, sodass hier kreative Spielprinzip entstehen (können). Dies ist alles nur dank der seperaten Box möglich, die an die Konsole angeschlossen wird. Die kleine Box (143x36x143mm) sorgt zudem für die Aufbereitung des 3D-Audiosignals – was ein richtig cooles Feature ist. Mit den beigelegten Stereo-Kopfhörern können so die Geräusche/Sounds der Kopfbewegung des Nutzers angepasst werden, die Immersion ist somit noch verstärkt.

Auch der Tragekomfort der Brille, die 610 Gramm wiegt, ist toll. Das Ganze fühlt sich leicht an, es gibt keine Druckstellen – einzig: Es kann schon ziemlich warm werden, Schweisstuch griffbereit halten und eventuell auch Desinfektionstücher bei vielen VR-Brillen-Wechsel.

Hier noch einige Gameeindrücke: «PlayStation VR Worlds» bietet fünf kurzweilige Spiele und Erlebnisse, die alle Aspekte der VR-Brille und Zubehör durchleuchten. Jedoch ist der Wiederspielwert gering.

Bei «Driveclub VR» sind insbesondere Kenner des PS4-Games punkto Optik enttäuscht, die doch markante Schwächen aufweist. Der Spielinhalt hingegen ist gross für ein VR-Game und kann – sofern man nicht Motion Sickness geplagt ist – lange motivieren.

«Battlezone» ist eine VR-Hommage des 1980er-Automatenklassikers von Atari. Hier ist die Motion Sickness am stärksten fühlbar, wer dieses Game ohne Murren aushält, der hat einen starken Magen und muss sich um die VR-Zukunft keine Sorgen machen. Spielerisch müsst ihr taktisch den Gegner überlisten, Boden- und Lufteinheiten vernichten und Euch auch grösseren Vasallen stellen. Karten, Missionen und Bewaffnung werden stets neu generiert, zudem lässt sich vieles Freischalten. Trotzdem ist der Preis mit knapp 75 Schweizer Franken für diesen Titel zu hoch gegriffen.

Das kostenlose «The Playroom VR» rundet das ganze Positiv ab: Die sechs VR-Games zeigen die Mehrspielerfähigkeit der VR-Brille sehr gut auf und sorgen für ein neues Spielerlebnis an einem kunterbunten Gameabend mit Freunden. (raf)

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